St. Marienkrankenhaus in Frankfurt am Main stellt Speiseverteilung auf Heißluftsystem um
Wie schon so oft in seiner rund 20jährigen Geschichte wird das St. Marienkrankenhaus in der Frankfurter Innenstadt derzeit renoviert und umgebaut, um den Anforderungen der modernen Medizin auch weiterhin gerecht zu werden. Durch die Fusion des St. Marienkrankenhauses mit dem ST. Elisabethkrankenhauses im Jahre 1995 zu den Katharina-Kasper-Kliniken entstand eines der großen Frankfurter Schwerpunktkrankenhäuser, in dem sich über 1000 Mitarbeiter um das Wohl der Patienten kümmern.
Die Katharina-Kasper GmbH bildet mit den beiden Krankenhäuser und den Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus ein 100prozentige Tochter der Maria Hilf Kranken- und Pflegegesellschaft mbH. Dernbach.
In den Umbau einbezogen ist auch die Küche des Marienkrankenhauses, die auch die beiden anderen Frankfurter Häuser der Gesellschaft mitversorgt. Ein Zeitpunkt, der sowohl Geschäftsführung als auch Küchenleitung passend erschien, um auch das Speisenverteilsystem umzustellen.
Unzufrieden mit dem vor fünf Jahren installierten Induktionssystem war man allerdings schon lange. Was zunächst unter Anfangsschwierigkeiten verbucht wurde, konnte trotzt vieler Versuche nicht verbessert werden. „die Speisen waren oft übergart oder gar angebrannt .Die Optik auf dem Teller ließ, vor allem nach dem Transport per LKW durch die Stadt, sehr zu wünschen übrig“ erklärt Karin Hedemann, Assistentin der Geschäftsführung, und beklagt gleichzeitig die hohen Kosten des Induktionssystems.
Daher entschloss man sich, diese Leistung neu auszuschreiben. „Unsere Vorgaben: Das Essen muss auch nach Transport noch mit der geforderten Temperatur beim Essensteilnehmer ankommen Außerdem wollten wir keine Technik mehr im Speisenverteilwagen, die beim Transport in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.“ Karin Hedemann bringt es auf den Punkt: „wir müssen die Ökonomie im Auge behalten, gesetzliche Auflagen erfüllen und wollen nicht zuletzt dem Kunden das Essen ansprechend präsentieren.“
Induktion raus - Heißluft rein
Jeweils eine Woche lang wurden die Systeme von drei Anbietern getestet. Schnell fiel die Entscheidung für Socamel. Das französische System wird in Deutschland und Österreich vom GV-Spezialisten Rist vertreten und ist nun seit Dezember 2004 im Marienkrankenhaus in Betrieb. Angeschafft wurde 34 Ergoserv Tablettwagen „ Plus“. Diese leichten und kompakten Tablettwagen enthalten keine elektrischen Teile oder Anschlüsse.
Der Innenbereich des Ergoserv ist in zwei getrennte Fächer aufgeteilt, die wiederum durch eine spezielle stark isolierende Zwischenwand voneinander getrennt ist. Diese Zwischenwand ist mit Schlitzführungen versehen, so dass beim Einschieben des Tablett die beiden Tablettseiten thermisch voneinander abgetrennt werden. Die Fächer dienen zur Aufbewahrung der heißen und kalten Speisen.
Zur Kühlung und Regenerierung wird der Tablettwagen an die Andockstation angeschlossen, um so jedes Fach auf die gewünschte Temperatur zu kühlen oder aufzuheizen. Die neuen Double Flow „Plus“ Feststationen befinden sich zentral im Wirtschaftsbereich und enthalten alle technischen und elektrischen Anlagen, um die Tablettwagen beheizen oder kühlen zu können. Double Flow ist mit einem Zweifach- Kühllagegerät sowie hochwertiger Konvektionstechnologie ausgestattet.
Während des Heizzyklus , der im Marienkrankenhaus maximal 20 Minuten beträgt, kühlt der Double Flow weiterhin eine Seite des Tabletts und erhitzt gleichzeitig die andere Seite .Der Einsatz von Heißluft wirkt sich dabei positiv auf die Qualität der angerichteten Speisen aus. Die Erwärmung erfolgt gleichmäßig, angebrannte Ränder sind passe. Es entsteht wesentlich weniger Kondenswasser, auch panierte und gegrillte Gerichte bleiben appetitlich.
Zentrale Temperaturkontrolle gewährleistet Sicherheit und Qualität
Ralf Köhler, Betriebleiter der Gies Dienstleistungen GmbH, zeigt sich zufrieden mit der Umstellung auf das Socamel- System. Täglich rund 650 Mittagsessen für Patienten und Bewohner des Altenheimes sowie 200 Essen für die Cafeteria bereitet das Küchenteam frisch zu.
Anschließend werden die Speisen heiß portioniert. Natürlich müssen die organisatorischen Abläufe in der Küche stimmen, um die Zeiten zwischen Bandportionierung und Speisenverteilung so kurz wie möglich zu halten.
Das hat sich zwischen hervorragend eingespielt. Außerdem wird die Temperatureinstellung in den Transportwagen zentral von der Küche geregelt, so dass auf den Stationen keine Veränderung mehr möglich sind.
„So können wir als Verantwortliche die Qualität der zubereiteten Mahlzeiten gewährleisten“, erklärt der Küchenchef. Auch die elektronische Dokumentation der Temperaturverläufe wird zentral erfasst.
Appetitlich serviert bis ans Patientenbett
Mit dem neuen Speiseverteilsystem hat nun auch neues Geschirr (Bauscher) Einzug gehalten. Dieses zeigt sich allerdings nicht nur in der Neuanschaffung erheblich preiswerter als das Induktionsgeschirr, sondern bietet weitere Verbesserungen. Der speziell geformte Rand verhindert das leidige Überschwappen der gereichten Suppen- vorher ein ständiges Ärgernis nach dem Transport der Menüs durch die Frankfurter Innenstadt per LKW.
Dass die neuen Tablettwagen wesentlich leichter und einfacher zu handhaben sind, begeistert Mitarbeiter der Küche und der Pflege gleichermaßen. Die Geschäftsführung freut der niedrige Anschaffungspreis und die geringe Anfälligkeit. Doch entscheidend ist: Die Patienten genießen nun das heiße und appetitlich angerichtete Essen. |
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